Einplanen von Hintergrundjobs in SAP

Wer kennt das Problem nicht, eine umfangreiche Selektion bricht mit dem Fehler "x" ab.

Fehlermeldung SAP


Dies liegt an der Zeitbeschränkung für Benutzer in der Dialogverarbeitung um Langläuferprozesse zu unterbinden. Die Zeitbeschränkung wird in SAP über den Parameter rdisp/max_wprun_time gesteuert.
Man kann natürlich den Parameter entsprechend erhöhen um einen runtime error zu vermeiden mit der Konsequenz dass durch einen oder mehrere Langläuferprozesse die Performance des Systems verschlechtert wird.
Eine weitere und bessere Möglichkeit ist die Ausführung der Selektion im Hintergrund.
Vorteile der Hintergrundverarbeitung über das SAP Computing Center Management System (CCMS):

  • Langlaufende und ressourcenintensive Programme lassen sich in Zeiten mit geringer Systemlast ausführen
  • Dialogmodi werden nicht belastet
  • keine Laufzeitbeschränkung
  • Tools zur Konfiguration und Überwachung von Jobs vorhanden
  • Sowohl einmalige als auch turnusmäßige oder Einplanung in Abhängigkeit von Ereignissen möglich

Hintergrundjobs können über die Transaktion SM36 definiert werden.

Zum Anlegen eines Hintergrundjobs muss man den ABAP-Programmnamen des Reports wissen und die Selektionsparameter in einer Variante hinterlegt haben.



Ermittlung des ABAP-Programmnamens:

In der jeweiligen Transaktion kann der Name des zugrunde liegenden Programms in der Menüleiste über den Pfad System --> Status ermittelt werden.

In der Abbildung [Screenshot2] sehen sie den Programmnamen zu der Transaktion MB51 (Materialbeleglist) für die im Folgenden beispielhaft ein Job definiert wird.

Programmnamen


Die Selektionseinstellungen mit denen der Job gestartet werden soll müssen in einer Selektionsvariante gespeichert werden. Für Transaktion MB51 wurden die entsprechenden Kriterien in der Selektionsvariante Z_MB51 hinterlegt.



Definition des Hintergrundjobs

Über den Menüpfad Werkzeuge --> CCMS --> Hintergrundverarbeitung --> Job definieren oder direkt über Transaktion SM36 wird ein Hintergrundjob angelegt.
Im Einstiegsbildschirm ist im Feld „Jobname“ eine Bezeichnung für den Job mitzugeben unter der der Job und damit die Auswertung später wiedergefunden werden kann.
Für das Beispiel wurde der Jobname Z_MB51_HINTERGRUND genommen.

Nach bestätigen mit Enter kommt man in ein Popup in dem der ABAP-Programmname und die Variante zu spezifizieren sind. Im folgenden Screenshot sieht man wie der Report RM07DOCS mit der Variante Z_MB51 hinterlegt wurden.


Über Sichern (STRG + S) kommt man in den Bildschirm „Steplistenüberblick“.
Anschließend gelangt man über den Pfeil (F3) zurück auf den Ausgangsbildschirm „Job definieren“.


Über die Drucktaste „Startbedingung“ muss hier noch der Startzeitpunkt des Jobs festgelegt werden. Im Bildschirm „Startterminwerte“ gibt es verschiedene Möglichkeiten den Startpunkt festzulegen. In der Regel bietet es sich an über die Drucktaste „Sofort“ einmalige Jobs bzw. über die Drucktaste „Datum/Uhrzeit“ periodische und/oder Jobs die ausserhalb der Systemlastzeiten (z.B. Nachts) laufen sollen einzuplanen. Über die Sichern Drucktaste (STRG + S) gelangt man wieder in den Ausgangsscreen.
Hier kann der Job über erneutes Sichern gespeichert werden, bei gewählter Startbedingung „Sofort“ wird der Job auch sofort aktiviert.



Auswerten des Jobs

Über Transaktion SM37 (Menüpfad Werkzeuge --> CCMS --> Hintergrundverarbeitung --> Jobs - Übersicht und Verwaltung) kann der Status des Jobs überwacht werden und man erhält das Ergebnis als Spoolliste.


Durch markieren der Zeile und den Druckbutton „Spool“ kommt man in die Ausgabesteuerung der Spoolaufträge. Hier kann die Liste direkt ausgedruckt (Drucker Icon) werden oder eingesehen werden (Brille Icon).


Weiterführende Informationen finden sich im HELP PORTAL der SAP (http://help.sap.com/) unter der Dokumentation für ERP Central Component.
SAP-NetWeaver-Komponenten -->Technical Operations Manual der SAP NetWeaver Applications Platform --> Management --> Management der ABAP-Technologie --> Hintergrundverarbeitung
http://help.sap.com/saphelp_sm32/helpdata/de/c4/3a7f87505211d189550000e829fbbd/content.htm

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