Neues SAP-Produkt: Business Suite 7

Was hat sie SAP Business Suite 7 zu bieten?

Seit Mai diesen Jahres ist das jüngste SAP-Softwarepaket "SAP Business Suite 7" erhältlich. Die Suite ist modular aufgebaut und umfasst die SAP Kernanwendungen Enterprise Resource Planning (ERP), Customer Relationship Management (CRM), Supplier Relationship Management (SRM), Supply Chain Management (SCM) und Product Lifecycle Management (PLM). Weiterhin beinhaltet die Software-Suite Geschäftsprozessunterstützung, Berichts- und Analysefunktionen. Die Geschäftsszenarien können schrittweise und in einzelnen Komponenten vom Kunden implementiert werden. Sie lassen sich außerdem kunden- oder industriespezifisch anpassen.

Die Business Suite 7 bietet über 150 neue Funktionen, unter anderem für die unternehmensüber-greifende Zusammenarbeit. Zudem wurde die Releasestrategie für alle Anwendungen innerhalb der Business Suite 7 synchronisiert.

Vereinheitlichte Benutzeroberflächen in allen beteiligten Applikationen sollen dem Benutzer das Leben erleichtern. Integrierte Analysewerkzeuge liefern Informationen über Nachfrage, Produktion, Warenwirtschaft, Vertriebs- und Lieferantenaktivitäten. Weiterhin unterstützt die neue SAP Business Suite Web Services und besitzt über 2.800 Enterprise Services (Web Services auf Geschäftsprozessebene). Die Komponente SAP NetWeaver Business Process Management bietet die Möglichkeit, eigene Prozesse zu entwickeln.

Technische Grundlage der Business Suite 7 ist das jüngste SAP ERP-Release (6.0) mit dem vierten Erweiterungspaket (Enhancement Package 4, EnhP 4) auf Basis der Infrastrukturplattform Netweaver 7.0. Damit ist es nicht zwangsweise erforderlich, ein technisches Upgrade durchzuführen, wenn die Business Suite eingesetzt werden soll. Reguläre Neuerungen werden über Erweiterungspakete bereitgestellt, somit gehören neue Major-Releases der Vergangenheit an. Die neuen Softwarefunktionen lassen sich dann über ein Switch-Framework verwalten und nach Bedarf zuschalten.

Vor- und Nachteile der Suite

Synchronisierter Release-Strategie und Erweiterungspakete:

Da alle Bestandteile der Business Suite dem gleichen Release-Zyklus unterliegen, sollen sich die Kosten für das Implementieren und Testen neuer Funktionen beim Anwender deutlich reduzieren. Upgrades können im laufenden Betrieb eingespielt werden. Kunden können nun Funktionen bedarfsgerecht aktivieren, der laufende Betrieb wird nach SAP-Angaben nur minimal beeinträchtigt.

Neue Benutzeroberflächen:

Die vereinheitlichten Benutzeroberflächen der Anwendungen innerhalb der Business-Suite sollen ebenfalls für geringere Betriebs- und Schulungskosten sorgen. Angleichung und Harmonisierung beziehen sich auf das Look&Feel, die Farbgebung sowie die Ablaufsteuerung, um die Benutzer-freundlichkeit zu erhöhen. Es wird jedoch keine einheitliche Oberfläche für alles geben, was auch wenig zweckdienlich wäre, da ja jeder Nutzerkreis eigene Anforderungen an sein GUI stellt.

Analysefunktionen:

Des Weiteren hat SAP auch Analysefunktionen aus dem mit Business Objects zugekauften Business-Intelligence-Portfolio integriert: Die Suite enthält Bestandteile der Reporting-Software "Crystal Reports" und der Software "Xcelsius", die Anwendern umfangreiche Funktionen zur dynamischen Darstellung erlauben.

Lizenzmodell:

Die Business-Szenarien greifen auf Funktionen aus den jeweiligen Anwendungen (z.B. CRM, ERP und SCM) zu, somit müssen diese bei Bedarf zwangsläufig zugekauft werden. SAP betont dabei allerdings, dass Sie dabei nicht die kompletten Anwendungen, sondern nur die jeweils benötigten Features einer Lizenzierung unterliegen. Die bisherige Struktur des SAP Preismodells bleibt damit also beim Alten.

Die Ankündigungen seitens SAP sind vielversprechend, ein näheres Hinsehen ist sicher auch lohnenswert, wenn nicht alle Versprechungen eingehalten werden.

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